Der Tod macht das Leben nicht sinnlos...

„Der Tod macht das Leben nicht sinnlos, denn was wären wir, wenn wir unsterblich wären?“ (V.E.Frankl)

Jeder Mensch weiß tief drinnen, dass er früher oder später sterben muss und dass er
sich der Frage nach dem Sinn seines Daseins stellen sollte.
Dieser Gewissheit versuchen manche Menschen durch ständige  Aktivitäten, extremes Karrierestreben, durch übertriebenen Jugendkult, durch gesteigertes Konsumverhalten … davonzulaufen - „Sterben tun immer nur die anderen.“
Tatsache ist aber, dass am Ende eines jeden Lebens der Tod steht.
Das Sterben in unser Leben einzubauen, es nicht von sich weg zu schieben, sondern es als einen Teil des Lebens, als etwas Naturgegebenes zu integrieren, das wäre eine Möglichkeit, um die Angst vor diesem Thema zu verringern.
Intensives und bewusstes Leben ist nur möglich, wenn wir achtsam sind und uns schon mitten im Leben auch mit unserer Endlichkeit beschäftigen. Jeder Tag, der vorbei ist…ist vorbei, bis eines Tages mein Leben vorbei ist – wir haben nur dieses eine Leben und daran sollten wir uns gelegentlich erinnern. Nicht um trübsinnig zu werden, sondern um uns an der einmaligen Chance unseres einmaligen Lebens zu erfreuen. Das Tragische ist ja nicht, dass wir Menschen dazu bestimmt sind eines Tages zu sterben - das haben schon Millionen unserer Vorfahren getan - das wirklich Tragische wäre doch sein Leben nicht gelebt zu haben.
Solange ich lebe klopft das Leben immer wieder an meine Tür und stellt mir die Frage,
welche Werte ich in meinem Leben noch verwirklichen möchte und wer (welche Menschen) und was (welche Aufgabe) für mich bedeutsam ist  – wodurch ich mein Leben mit Sinn erfülle.
Natürlich geht es letztendlich um die Spuren der Liebe, die wir, in welcher Form auch immer, auf dieser Welt einmal hinterlassen werden.

Zwei wesentliche Fragen am Ende des Lebens:

Ist es mir gelungen Freude zu empfinden?
Hat mein Leben anderen Freude bereitet?

Damit diese Fragen gegen Ende unseres Daseins dann auch mit JA beantwortet werden können, sollten wir sie uns in der Gegenwart - so als eine Art Zwischenbilanz - immer wieder einmal stellen.

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